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Was trennt uns von unseren Pferden?

Einer unserer größten Wünsche ist es ja, in Verbindung mit unseren Pferden zu kommen. Eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Mir kommt der Gedanke von einem „Wortlosen Verstehen“ in den Sinn. Echte Begegnung mit dem Pferd.

 

Wer sich damit schon mal intensiv beschäftigt hat, dem ist das Thema „Energie“ nicht unbekannt. Da kommt man einfach nicht dran vorbei, wenn es darum geht, sich mit dem Pferd zu verbinden. Das hat alles mit Schwingung, Resonanz und ganz viel Empathie zu tun. Ein riesen Thema!

 

Und mega spannend. Und essentiell wichtig, wenn ich mich mit meinem Pferd weiterentwickeln möchte. Aber…. Jaja, immer dieses doofe A-Wort.

 

 

Aaaaaber….

Selbst wenn ich das alles verstanden habe, das mit der Energie. Wenn ich theoretisch weiß, wie das geht, dann kommen die meisten trotzdem an den Punkt, an dem sie feststellen: „Das klappt ja gar nicht!“. Ich schwinge doch. Und ich gehe in Rhythmus. Spüre an mein Pferd….. und es tut sich nicht viel. Und sofort sind sie wieder da, die Zweifel. Alles Unsinn, das mit der Energie, funktioniert ja nicht.

 

Vergangenheit....

Ja. Funktioniert nicht. Kann auch gar nicht funktionieren. Warum nicht? Ganz einfach, weil wir es verlernt haben, unseren Pferden zu „begegnen“. Wir sind mit unseren Gedanken und damit auch mit unseren Gefühlen ständig in der Vergangenheit. Denken daran, was war, und ob es gut war. Oft denken wir an Negatives und beschwören damit die dazugehörigen Gefühle…. Traurigkeit, schlechtes Gewissen, Wut, Ärger, Angst, etwas falsch gemacht zu haben….. .

 

Um unsere Gedanken wissen unsere Pferde nicht. Aber die Gefühle, die da so in uns präsent sind, die kommen direkt bei ihnen an. Und darauf reagieren sie.

 

Wenn ich angefüllt bin mit dem Ärger über meine doofe Kollegin, dann brauche ich mich nicht wundern, dass mein Pferd nicht zu mir kommen mag!

 

Zukunft....

Wir sind gedanklich auch sehr gerne in der Zukunft. Bei dem, was vielleicht passieren könnte. Wenn Angst ein Thema ist, dann ist das ein gerne und oft genutzter Mechanismus. Unsicherheit, Ängste, Zweifel, fehlendes Selbstvertrauen, Unruhe…… das Pferd nimmt das sofort auf. Das alles hat aber mit der Situation, wie sie gerade tatsächlich ist, rein gar nichts zu tun.

 

Gefühle und Emotionen sind Energie pur. Und diese Energie nehmen die Pferde wahr. Und reagieren. In jeder Sekunde, in der wir bei ihnen sind. Es gibt keinen Zweifel, dass das mit der Energie funktioniert. Das tut es immer. Es gibt nur zu wenig Bewusstsein darüber, was wir gerade so mit unserer Energie anstellen. Und das hat meistens seinen Ursprung im Kopf. Der Gedanke ist Auslöser der Gefühle.

 

Getrennt Sein

Durch unseren Kopf trennen wir uns letztlich ständig von unseren Pferden. Die haben keine Gedanken. Was war, das ist vorbei. Was sein wird, wird kommen. Es gibt für sie kein „was wäre wenn“. Für sie gibt es immer nur einen Moment. Das JETZT. Wie bist du tatsächlich im JETZT? Bei dem, was gerade um dich und ein Pferd herum los ist? Ich vermute mal…… eher selten.

 

Und genau das verhindert, dass wir in eine echte Verbindung zu unseren Pferden kommen. Denn die kann es immer nur in dem Zeitpunkt geben, in dem die Pferde sich nunmal befinden…… JETZT! Nur hier gibt es diese Möglichkeit. Raus aus der Vergangenheit, raus aus der Zukunft. Wahrnehmen, was JETZT da ist und sich darauf einlassen. Komplett und vollständig. So, wie es uns die Pferde vormachen und zeigen. Jeden Tag auf´s Neue.

 

Und wenn du dich jetzt fragst. „Wie soll das denn gehen? Wie schaffe ich es, in´s Hier und Jetzt zu kommen?“. Hab etwas Geduld. Ich verrate es dir. Hier. In einem meiner nächsten Beiträge.