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Achte heute mal darauf, wo du mit deinen Gedanken bist

Wo bist du denn so unterwegs mit deinen Gedanken?

 

Komische Frage, denkst du vielleicht. - Gar nicht! Es ist sogar eine ganz zentrale Frage, denn sie hat einen großen Einfluss auf deine Beziehung zum Pferd und auf die Art eures Miteinanders.

 

Wir Menschen sind mit unseren Gedanken gerne unterwegs: Beim Chef, der heute Mittag mal wieder eine blöde Ansage gemacht hat. Bei unserer To-Do-Liste. Oder beim Treffen mit deinem Partner heute Abend. In unserem Kopf ist ständig was los, wir haben immer was zu denken, zu planen, zu grübeln…..

 

 

Wo deine Gedanken damit aber nicht sind und gar nicht sein können, ist im gegenwärtigen Moment. Tatsächlich bist du nämlich gerade bei deinem Pferd. Und bekommst vielleicht überhaupt nicht mit, was es gerade Schönes zwischen euch zu entdecken gibt. Du bekommst auch nicht wirklich mit, wie dein Pferd auf deine Unaufmerksamkeit reagiert und wie eure Beziehung dadurch leidet.

 

 

Wahrnehmen, was ist!

Um die Verbindung zum Pferd wieder zu bekommen und zu stärken, ist es zunächst einmal wichtig, wahrzunehmen, was es gerade in diesem Moment wahrzunehmen gibt.

 

Fange einfach mal an …

  • Dich umzuschauen: Was siehst du alles? Wie sieht das aus, was du siehst? Welche Farben umgeben dich?
  • Dich umzuhören: Welche Geräusche, Töne, Melodien hörst du? Welche Geräusche machst du, dein Pferd, vielleicht andere Menschen oder Tiere?
  • Zu fühlen, was du spürst: Den Wind im Haar? Die Wärme der Sonne auf deiner Haut? Einen Nasenstupser deines Pferdes?
  • Wahrzunehmen, was machst du, was macht dein Pferd, was machst du gerade?

Entscheide dich bewusst

Um die Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt – bei euch/deinem Pferd/dem, was gerade passiert – zu halten, das braucht wieder einiges an Übung, Dranbleiben und Geduld.

 

Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um die bewusste Entscheidung dafür, das auch zu machen. Die Gewohnheit, einfach mal nachzudenken, wird immer und immer wieder zuschlagen. Das ist völlig normal. Da sind wir alle in guter Gesellschaft. Das geht uns allen so.

 

Aber wenn du wirklich dabeibleibst und dich immer mehr auf die Wahrnehmung der momentanen Situation einlässt, wirst du merken, wie die Verbindung zu deinem Pferd wächst. Wie du aus deinem Gedankengekreisel Stück für Stück herauskommst und wie innere Ruhe einkehren kann. Und so Platz wird für Zufriedenheit, Glück und Leichtigkeit. Bei dir. Und bei deinem Pferd. Das dürft ihr dann nämlich miteinander erleben.