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In Verbindung kommen – Die Grundlage

Wer hätte sie nicht gerne, diese Verbindung. Ein wortloses Verstehen. Gedanken, die ohne Erklärung beim Anderen (Pferd) ankommen, innere Bilder, die einfach so empfangen und umgesetzt werden. Fast schon etwas spooky, fast wie hellsehen. Unmöglich? Spinnerei? Esoterischer Firlefanz? Wenn es so wäre, wie kommt es dann, dass nahezu jeder von uns dieses verbunden Sein schonmal gespürt hat (Mark Rashid, „Pferde sanft führen“, S. 143ff.)? Dieses Einssein, dieses wortlose Verstehen, einfach wissen?

 

Wenn du wissen möchtest, wie genau diese unsichtbare Verbindung funktioniert, was ihre Grundlage ist und auch was die Ursache dafür ist, wenn du mit einem Pferd (oder auch mit einem Menschen) nicht „warm“ wirst oder ihr in der Arbeit nicht zusammen findet, dann begleite mich ab heute auf einer spannenden Reise in die Tiefen unserer Beziehungen zu den Pferden, zum Leben und damit letztlich zu uns selber.

 

Wie ist es überhaupt möglich, dass Verbindung stattfinden kann

Und dann auch noch auf die Entfernung. Schließlich, egal, wie weit du räumlich von deinem Pferd getrennt bist, sprich, ihr könnt noch so nah beieinander sein, ihr seid und bleibt zwei voneinander unabhängige Lebewesen. Das ist einfach so und es ist nicht zu ändern. So gerne, wie du auch vielleicht in dein Pferd (vielleicht manchmal auch in deinen Partner? ;-)) hineinschauen möchtest, es geht nicht.

 

Wie kann es also „passieren“, dass

- du Momente hast, in denen du förmlich mit deinem Pferd „verschmilzt“

- lange mühsam Geübtes auf einmal ganz einfach ist

- dein Pferd auf ein Bild oder einen Gedanken von dir sofort reagiert

- du schon lange versuchst, etwas zusammen mit deinem Pferd zu erreichen, es aber einfach nicht klappen mag, obwohl du alles „richtig“ zu machen scheinst

- dass du das Gefühl hast, plötzlich genau zu wissen, was dein Pferd „denkt“ und fühlt

 

Solche Momente kennen wir doch alle, oder?

 

Was genau also macht solche Momente möglich? Ganz einfach. Der Aufbau und die Funktionsweise unserer Welt und unseres Lebens. Hast du dich schonmal gefragt, woraus die Welt, ihre Lebewesen und alles, was in ihr existiert im Grunde besteht? Wieder ganz einfach – aus Energie. Alles und wirklich ALLES ist Energie.

 

Hier möchte ich gerne den Herrn Einstein zitieren (keine Angst, nur kurz und nur zur Erklärung). Er hat eine weltbewegende Formel gefunden. Wir kennen sie alle. Ihre Bedeutung für unser Leben ist allerdings vielen nicht so ganz klar.

 

Die Formel:    E = mc(Quadrat)

 

·         E steht dabei für ebendiese Energie.

·         m ist die Masse des beobachteten Gegenstandes und

·         c ist eine Konstante, nämlich die Lichtgeschwindigkeit = 299.792.458 m/s

 

So. Jetzt denkst du vielleicht, ich bin völlig daneben. Erst werde ich esoterisch und jetzt komme ich mit physikalischen Formeln. Dabei geht es um dich und dein Pferd. Ja genau. Eben. Bleib doch einfach mal aufgeschlossen und neugierig. Ich verspreche dir, es wird sich lohnen. Wenn du das Wesen von Verbindung verstehen möchtest, genau das ist die Grundlage dafür. Und…. Verstehen ist der erste Schritt in diese Richtung. Ohne das zu begreifen, ist alles Weitere nur umso Schwieriger.

 

Was sagt uns also diese Formel. Sie beschreibt die Energie-Masse-Äquivalenz. Die Gleichung sagt, dass Masse und Energie ineinander umgewandelt werden können. Durch den hohen Wert der Lichtgeschwindigkeit c (299.792.458 m/s) werden schon bei der Umwandlung geringer Massen enorme Energiemengen frei. Das bedeutet also, dass Masse eigentlich nichts anderes ist als auch Energie, wenn auch in anderer Form.

 

Sprich: Alles ist Energie. Nicht nur unsere Gedanken und Gefühle. Die sind Energie pur. Ja. Worte. Ja. All das hat große Macht, unglaublich viel Energie. Das ist das, was wir nach außen aussenden. Aber auch alles, was Masse hat, ist reine Energie. Jeder Stein, Jede Pflanze, der Stuhl, auf dem du sitzt, dein Auto, deine Kleider….. alles. Und dann setze einfach mal das Gewicht (die Masse) eines Steines in diese Gleichung. Du wirst erstaunt sein, wieviel Energie in dieser scheinbar so unbeweglichen Masse steckt.

 

Was uns jetzt hier vor allem interessiert, ist das Wesen der Energie. Woraus besteht sie denn, bzw. wie tritt sie auf.

 

Das Wesen von dieser Energie ist die Schwingung. Alles schwingt

Diese Energie tritt als Welle auf. Sie schwingt. Materie schwingt sehr langsam und tief. Je fester die Materie ist, umso träger und größer sind die Wellen. Der Mensch, genauso wie das Pferd ist ein energetisches Wesen. Jeder Mensch sendet in jeder Sekunde ein messbares elektromagnetisches Feld aus (Dr. Joe Dispenza, „Werde übernatürlich“, 2018, S. 70ff.), das seinem Denken und seinen Gefühlen entspricht. Das heißt, durch die Prozesse im Gehirn (Denken = Nervenzellen übertragen Informationen elektrisch) werden dazu passende biochemische Reaktionen des Körpers ausgelöst. Das Magnetfeld ist entstanden. Und das strahlt der Mensch aus in jedem Moment. Das ist der Mechanismus, wie Gedanken die zu ihnen passenden Umstände/Situationen/Menschen anziehen. Wir gehen in Resonanz (WAS IST RESONANZ) mit passsenden Schwingungen. Und diese Wellen ermöglichen es uns eben, in Verbindung mit anderen Lebewesen zu gehen.

 

Energie ist Schwingung und Schwingung erscheint in Form von Wellen. Diese Wellen ermöglichen Verbindung

Was hat das alles jetzt aber mit der Verbindung zum Pferd zu tun. Naja… zur Erleichterung ein Beispiel:

 

Ich habe einen anstrengenden Tag hinter mir und ich musste mich mal wieder über meinen Chef ärgern. Diesen Ärger kenne ich nur zu gut, passiert so regelmäßig, dass ich ihn nicht auf der Arbeit lassen kann. Er beschäftigt mich irgendwie immer. Er ist auch ein Depp, mein Chef. Er stellt meine Kompetenz in Frage, traut mir nicht zu, dass ich meine Arbeit gut machen kann und das Blödeste ist, irgendwie glaube ich das auch von mir. Selbstzweifel entstehen und werden immer mehr.

 

Meine Gedanken drehen sich also mit schöner Regelmäßigkeit darum, dass ich nicht gut genug bin, dass ich Aufgaben, die mir gestellt werden nicht lösen kann und dass ich einfach unfähig bin. Durch diese Gedanken werden entsprechende Reaktionen in meinem Körper ausgelöst. Und zwar in Form von Gefühlen. Ich fühle mich klein, unfähig, wütend bin ich auch und ich habe ständig die Angst zu versagen. Da sowohl Gedanken, als auch Gefühle Energie in Bewegung sind, strahle ich das in Form einer bestimmten Wellenfrequenz in meine Umwelt aus. Und ich gehe genau damit in Resonanz, d.h. ich ziehe mir immer weiter Umstände/Situationen/Menschen, die genau dieser Frequenz entsprechen: Unfähigkeit, Selbstzweifel, Versagen, Wut.

 

Mit dieser Ausstrahlung gehe ich jetzt zu meinem Pferd. Und wir wissen ja, dass Pferde Sicherheit lieben. Nur wenn sie sich sicher fühlen und spüren dass der Mensch kompetent ist und in jeder Situation für eben diese Sicherheit sorgen kann, werden sie vertrauen und wirklich entspannen.

 

Merkst du schon, wo wir jetzt landen? Damit mein Pferd sich mir wirklich vertrauensvoll anschließen kann, muss ich klar, sicher, kompetent sein und in sekundenbruchteilen Situationen einschätzen können. Ich darf mich nicht von meinen Emotionen (z.B. Angst und Wut) vereinnahmen lassen. Aber ich strahle ja was ganz anderes aus (s.o.).

 

Und wundere mich dann, dass mein Pferd umweltorientiert, ängstlich oder einfach nicht bei der Sache ist. Ständig sind wir am Diskutieren und das, was es machen soll macht es überhaupt nicht. Es spürt genau, dass ich mir selbst nicht vertraue, also…. Warum sollte es mir vertrauen. Das kann so nicht gehen. Und da wird dann auch kein Training, kein Reitunterricht und kein Kurs helfen. Denn die Ursache liegt in mir, in dem, was ich ausstrahle. Es spürt meine Unsicherheit und meine Angst zu versagen. Was passiert…. Ich werde versagen. Immer und immer wieder, bis ich anfange, etwas anderes auszustrahlen.

 

Fazit: Verbindung und damit Beziehung zu deinem Pferd ist dadurch möglich, dass sowohl Menschen, als auch Pferde energetische Wesen sind. Wir strahlen alle Energie in Form von Wellen aus. Im Zusammensein mit dem Pferd ist der Mensch vor allem Sender, das Pferd Empfänger. Auf welcher Frequenz wir Menschen „senden“ ist abhängig von dem, was wir (über uns) denken. Denn das wird zu Gefühlen, und die haben eine noch größere Wirkung nach außen. Diese Energiewellen, die wir aussenden, gehen in Resonanz mit dazu passenden Wellen, auf die sie im Außen treffen. Wir ziehen Gleiches an. Die Pferde nehmen diese Energie mit ihren feinen Antennen viel besser und genauer wahr, als wir selber und stellen sich genau darauf ein.

 

Verbindung findet also immer statt. Wie die aussieht ist aber letztlich nicht davon abhängig, was wir uns wünschen, sondern von dem, was wir denken und fühlen.

 

Wenn du also das Gefühl hast, deine Verbindung zu deinem Pferd ist nicht so, wie du sie gerne hättest, dann gehe mal in dich und finde heraus, was du wirklich ausstrahlst. Denn das ist es, was die Pferde aufnehmen und wonach sie sich richten.