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Ich mach´ mir die (Pferde-)Welt, widewidewie sie mir gefällt...

Ja, das Lied von Pippi... der Göre mit den Zöpfen und der unglaublichen Kraft. Ist was für Kinder! Oder?

 

Was Pippi vielen voraus hat.... sie hat in ihren jungen Jahren schon begriffen, wie unsere Welt funktioniert, bzw. wie wir tagtäglich in jeder Sekunde unsere eigenen Welt erschaffen, gestalten, und am Leben erhalten. Womit? Mit dem, was wir denken. Das ist der Ursprung von Allem. Das aktiviert unsere Vorstellungskraft und die wiederum erzeut eine Kaskade von Gefühlen. Und wer hat nicht gerne schöne Gefühle. Eine ganze Wagenladung davon, bitteschön!

 

Das heißt also.... Jeder Gedanke (und auch jedes Wort) wird zum Gefühl. Das Gefühl ist sozusagen die Antwort auf den Gedanken und das Bild in uns.

 

Wusstest Du, dass sich das Gehirn aufgrund bloßer Vorstellungskraft verändern lässt? Neurowissenschaftler bestätigen, dass bereits ein ausschließlich mentaler Prozess messbare Auswirkungen auf das Gehirn hat. Das bedeutet, alles was wir denken hat einen direkten Einfluss auf die Struktur unseres Gehirns. Es kann jederzeit umgebaut werden.

 

Das Gehirn

Ist ein wahres Wunderwerk. Es kümmert sich um grundlegende Funktionen wie Atmung, Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen, koordiniert Bewegungen und auch der bewusste Verstand hat hier seinen Platz. Also das Denken. Seine Plastizität, also Formbarkeit ist immens. Bis ins hohe Alter hinein. Je mehr wir denken, lernen, uns mit Neuem beschäftigen, desto beweglicher bleibt es. Es ist allerdings auch jederzeit in der Lage, "stillgelegte", kaum oder nie benutzte Bereiche zu aktivieren, wenn sie plötzlich stimuliert werden. Die Nervenzellen fangen an zu "sprießen", es wachsen Verbindungen zu den anderen, an der Aktivität beteiligten Neuronen und es entsteht ein neues neuronales Netzwerk. So können völlig neue Areale zum Leben erweckt werden. Dadurch können zum Beispiel "Umleitungen" entstehen. Um Regionen herum, die nicht mehr funktionieren. Die eigentliche "Baustelle" wird umfahren, ans Ziel kommt man aber trotzdem. Allerdings nur unter einer Bedingung.... wenn es benutzt wird. Ja. Auch das Hirn braucht Übung! Und wir trainieren es tagtäglich.

 

Alles nur Einbildung?

Eine weitere Gabe unseres Supercomputers ist es, unsere Gedanken mit inneren Bildern und Filmen zu verknüpfen. Unsere Vorstellungskraft ist enorm und jeder von uns hat großes Talent dafür. Welche Bilder entstehen, ist abhängig von unseren Werten, Erfahrungen, Überzeugungen. Also von den inneren Programmen, die wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben. Solche Programme sind überlebenswichtig. Sie strukturieren unsere Welt und machen es einfacher, sich einigermaßen sicher darin zu bewegen.

 

Als nächstes antwortet dann der Körper. Auf die Gedanken und Bilder. Mit Gefühlen. Und die können ganz schön intensiv sein. Wer weiß das nicht. Und dann macht das Gehirn etwas sehr interessantes. Es nimmt das alles für bare Münze. Ihm ist es ganz einfach egal, ob wir uns etwas nur vorstellen, oder ob wir uns real in dieser Situation befinden. Für das Gehirn ist es immer echt. Und es erzeugt die dazugehörigen Gefühle. Auch in echt. Die Gefühle sind da. Werden gefühlt und haben Wirkung. Die entsprechenden Nervenbahnen sind angelegt, das Netz arbeitet. Das geht so weit, dass auch die an der Vorstellung beteiligten Muskeln aktiviert und trainiert werden. Nur durch die reine Imagination.

 

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Genau diese Fähigkeit nutzen wir Menschen tagtäglich. Meistens allerding eher unbewusst. Wir merken gar nicht, was da so genau in uns abläuft. Was wir aber sehr wohl mitbekommen, sind die Gefühle, die dabei in uns aktiv sind.

 

Wer kennt Das nicht. Endlich bist Du im Urlaub. Sommer, Sonne, Meer und Strand. Ein Traum. Wohlfühlen pur. Hast Du Dir ja auch verdient. Nach all dem Stress auf der Arbeit. Mit dem Projekt, dem Chef und den Kollegen. Und Schwups.... bist du mit den Gedanken genau da: beim Ärger auf der Arbeit. Was passiert? Die Bilder sind da. Lebensecht und zum Greifen real. Dein Körper reagiert. Mit einem Adrenalinschub, feuchten Händen, Deine Atmung verändert sich, Beklemmungen in der Brust und Dein Blick wird eng. Du bist im Tunnel Deiner Vorstellungskraft gefangen. Spürst Ärger, Wut, vielleicht auch ein bisschen Traurigkeit oder Resignation.

 

Das passiert automatisch, blitzschnell und ohne, dass Du eine Reaktionsmöglichkeit hast. Eben unbewusst. Das ist eine vollausgebaute Datenautobahn in Deinem Gehirn.  Geht es dir gut dabei? Rhetorische Frage! Der Strand, das Meer, die Sonne..... völlig in den Hintergrund getreten, Du kannst Dich gar nicht richtig darüber freuen. Rein mental vorgestellter Ärger verursacht reale Körperreaktionen. Weil es dem Gehirn eben völlig egal ist, ob Das nur vorgestellt ist oder wirklich passiert.

 

Was wäre wenn

Du genau das nutzen könntest. Bewusst einsetzen, um in Dir positive Gefühle zu erzeugen. Aus der Negativspirale rauskommen oder es Dir einfach nur gut gehen lassen. Das geht nämlich auch anders herum. Zurück am Arbeitsplatz und wieder mitten im Stress kannst Du in Dir genau das aktivieren, was Dich aus den unangenehmen Gefühlen wieder herausholt. Die Situation an sich ist vielleicht nicht zu ändern, wie Du mit ihr umgehst und Dich dann in ihr fühlst, schon. Wie geht das? Es gibt da sehr wirksame Methoden, um das umsetzten zu können.

 

Bewusst machen,

was los ist. Das ist der erste Schritt. Ein guter Ansatzpunkt hierfür sind eben die unangenehmen Gefühle, in denen Du steckst. Die eignen sich wunderbar zur Ursachenforschung. Wo kommen sie eigentlich her. Und dann wirst Du aktiv. Du versetzt Dich auf der Arbeit in deinen letzten Urlaub. Sommer, Sonne, Strand. Ruhe, Wohlfühlen, Zufriedenheit. Das Prinzip ist dasselbe. Nur auf diese Art und Weise eingesetzt, unterstützt es Dich. Das Adrenalin geht zurück, Du kannst wieder durchatmen, der Druck auf der Brust löst sich ein Stück weit und Du kannst wieder vernünftig denken. Der Tunnelblick wird zum Panorama. Deine Kreativität wird hochgefahren und Du bekommst Ideen, wie Du anders handeln kannst.

 

Das Schöne daran ist, wenn Du erstmal dieses Szenario innerlich etabliert hast, dann läuft es ebenso automatisch ab, wie das anfängliche Muster. Und es kann jederzeit aktiviert und abgerufen werden. Die negativen Gedanken und damit Gefühle haben keine Chance mehr. Du wirst mehr und mehr zum Gestalter Deiner Welt. Und DU entscheidest, welche Gefühle in Dir aktiv werden dürfen. Du bist nicht mehr Spielball Deiner Emotionen.

 

Solche neuen Veknüpfungen können gezielt erarbeitet, integriert und genutzt werden. Die größte Macht in uns ist unsere VorstellungsKRAFT und sind unsere Gedanken. Zu oft ist uns nicht bewusst, was die mit uns so alles anstellen. Wenn es uns aber gelingt, das gezielt zu nutzen und einzusetzen, ist uns fast alles möglich. Die Entscheidung, was wir nutzen, treffen wir selber. In jedem Moment unseres Lebens.

 

Und jetzt stelle Dir einmal vor, Du machst Dich mental auf diese weise gerüstet auf in den Stall. Du kommst im Wohlfühlmodus, mit Freude und entspannt beim Pferd an und genauso gestaltet sich Eure Zusammenarbeit, der Geländeritt oder einfach nur das Führen an der Hand. Ein gelassener, mental gut vorbereiteter und starker Mensch hat ein gelassenes Pferd an seiner Seite. Ein Pferd, das ihm vertraut, das ihm gerne die Führung überlässt und das sich ihm anschliesst.

 

Ursprung von allem ist - Der Mensch!